Strukturelle Diskriminierung und Unterdrückung von
anerkannten Flüchtlingen am österreichischen Arbeitsmarkt
und das Handlungsfeld Sozialer Arbeit auf Basis Struktureller Sozialer Arbeit

Kristin Fetz BA

 

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Analyse der Situation von anerkannten
Flüchtlingen am österreichischen Arbeitsmarkt unter dem Aspekt der strukturellen
Diskriminierung und Unterdrückung. Dabei wird Bezug zur Sozialen Arbeit hergestellt,
indem der Auftrag Sozialer Arbeit im Sinne struktureller Sozialer Arbeit bei der
Bekämpfung struktureller Diskriminierung herausgearbeitet wird.
In einer Auseinandersetzung mit den Themen Diskriminierung und Unterdrückung
werden theoretische Erkenntnisse zur Entstehung, Aufrechterhaltung und Dynamik
von Diskriminierung und Unterdrückung in Gesellschaften sowie deren
Erscheinungsformen anhand des PCS Modell von Neil Thompson dargestellt. Hier wird
auch die Komponente „Macht“, welche maßgeblich zur Entstehung und Erhaltung von
Diskriminierung und Unterdrückung in Kulturen beiträgt, diskutiert. Des Weiteren wird
das Modell der „Dominanzkulturen“ erläutert, warum es überhaupt zur Entstehung und
Erhaltung der angeführten Phänomene kommt.
Anschließend wird durch eine Darstellung diverser einschlägiger
Forschungsergebnisse belegt, dass anerkannte Flüchtlinge am österreichischen
Arbeitsmarkt strukturell diskriminiert werden.
Durch eine Anwendung des Konzepts der „Fünf Formen der Unterdrückung“ von Iris
Marion Young wird in Folge bestätigt, dass anerkannte Flüchtlinge in Österreich als
unterdrückte soziale Gruppe zu sehen sind.
Dass Diskriminierung und Unterdrückung Kernthemen der Sozialen Arbeit sind und
SozialarbeiterInnen den Auftrag haben, ungerechte Strukturen zu beseitigen um
Gleichberechtigung zu fördern, wird in den Auseinandersetzungen mit Sozialer Arbeit
im Sinne Struktureller Sozialer Arbeit nach Bob Mullaly im letzten Kapitel zum Thema
gemacht.


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