Neue sozialarbeiterische Handlungsansätze zur Einhaltung von Menschenrechten im österreichischen Asylwesen
Mag.a (FH) Katharina Lang
Gegenstand dieser Arbeit ist die thematische Auseinandersetzung mit den
Menschenrechten, fokussiert auf das österreichische Asylverfahren und die Erarbeitung der
sozialpolitischen Öffentlichkeitsarbeit als einen neuen sozialarbeiterischen Handlungsansatz
bei Menschenrechtsverletzungen. Es wurde herausgearbeitet, dass die Menschenrechte laut
der Allgemeinen Erklärung von 1948 im österreichischen Asylgesetz nicht gewahrt werden.
In Hinblick auf Menschenrechte und Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession nach
Silvia Staub-Bernasconi wird deutlich, dass die Menschenrechte nicht ausreichend Einzug in
die Arbeit von SozialarbeiterInnen gefunden haben. Die Diplomarbeit orientiert sich an den
zwei Grundsätzen der Sozialen Arbeit „Soziale Gerechtigkeit und Sozialer Wandel“ als auch
an der kritischen Sozialarbeitstheorie von David G. Gil „Gegen Unterdrückung und
Ungerechtigkeit“.
Dabei wird Bezug genommen auf das politische Mandat der Sozialen Arbeit und die Methode
der Öffentlichkeitsarbeit, welche bisher kaum von SozialarbeiterInnen – für Aufklärungsarbeit
und Bewusstseinsbildung seitens der Bevölkerung - angewendet wird. Als theoretischen
Hintergrund wird die Öffentlichkeitstheorie von Gerhards und Neidhardt verwendet, welche
die Rolle von ÖffentlichkeitsakteurInnen (PolitikerInnen, SozialarbeiterInnen...) erörtert. Es
stellte sich heraus, dass die sozialpolitische Öffentlichkeitsarbeit eine, an die Ressourcen
von SozialarbeiterInnen angepasste, Methode zur Bekämpfung von
Menschenrechtsverletzungen ist.
Zum Abschluss der Arbeit wird ein Konzept vorgestellt, welches als exemplarische
Darstellung für sozialpolitische Öffentlichkeitsarbeit in der Sozialen Arbeit herangezogen
werden kann und als Vorlage für SozialarbeiterInnen dienen soll.
