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Von Wellen und sogenannten Illegalen...
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In einer heutigen Presseaussendung des Innenministeriums (nachzulesen auf derstandard.at1) will Innenministerin Mikl-Leitner "rechtzeitig gegensteueren". Gemeint sind hier "Wellen" von illegalen MigrantInnen, die anscheinend über die türkisch-griechische Grenze nach Europa kommen sollen. Genau dort sieht sie die "Wurzel des Übels".
"Mikl-Leitner verwies darauf, dass gerade im Asylbereich 'ein permanenter Anstieg illegaler Migration' verzeichnet werde."
Wohl ein weiterer Beitrag, der in der öffentlichen Wahernehmung verstärkt Begriffe wie Migration, Asyl und illegale MigrantInnen vermischt und eine Unterscheidung erschwert.
AsylwerberInnen sind Flüchtlinge, welche aufgrund der Genfer Flüchtlingskonvention2 internationalen Schutz vor Verfolgung. Diese Menschen hier indirekt als illegale MigrantInnen welche in "Wellen" regelrecht nach Europa hereinströmen, zu bezeichnen, verkennt ganz klar die Notwendigkeit und Pflicht, verfolgten und geflohenen Menschen Schutz und Hilfe zu gewähren!
!ASYLWERBERiNNEN SIND KEINE ILLEGALEN MIGRANTiNNEN!
Darüber hinaus wird wieder einmal versucht, Angst zu schüren vor einem "Problem", welches schlichtweg nicht existiert. Es gibt keine "Wellen" von Menschen, welche an die Außengrenze der EU prallen. Flüchtlinge sind keine homogene Gruppe und auch keine "Wellen", sondern jeder/jede einzelne trägt sein/ihr trauriges Schicksal. Hier wird bewusst mit überzeichneten Bildern gearbeitet.
Es wird weiter polarisiert. Stereotype über Menschen, welche in unserem Land fremd sind, werden aufrecht erhalten und gestärkt. Wir lehnen diese Stimmungsmache gegen unsere Mitmenschen klar ab!
Im internationalen Vergleich der Aufnahmeländer von Flüchtlingen liegen nichte etwa die reichen, westlichen Industrienationen an der Spitze. Nein. Es sind arme Länder, welche sich in unmittelbarer Nähe zu Krisenregionen befinden. Deutschland bildet hier die einzige Ausnahme.3
In Österreich wird aus einer Maus ein Elefant gemacht und erschwert so verfolgten Menschen in unserem Land die Möglichkeit auf Schutz vor Verfolgung. Die Asyldiskussion muss sachlich geführt werden. Hier geht es um Schicksale von Menschen, aus denen PolitikerInnen - gleich welcher Couleur - kein politisches Kapital schlagen sollen und dürfen!
2 http://www.unhcr.at/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.htm

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